Gottesdienste im Juli 2021

Aktuell finden aufgrund der Corona-Virus Lage in den Kirchengemeinden Billingshausen, Spanbeck und Holzerode nur vereinzelt Gottesdienste und unter besonderen Hygienekonzepten statt.  

 

Andacht für Sonntag, den 18. Juli 2021

von 10:00 Uhr bis 10:15 Uhr läuten dazu die Glocken unserer Kirchen!

 

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger und Gottes Hausgenossen.
Epheser 2,19

Eingangsworte
Ich bin hier. Allein. Und doch durch Gottes Geist verbunden mit anderen.

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Unser Anfang und unsere Hilfe stehen im Namen des Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

der seinen Bund und seine Treue hält ewiglich,

und der niemals loslässt ein Werk seiner Hände.
Amen

Lied: Evangelisches Gesangbuch 321 Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen
Sie können sich das Lied auch unter https://www.youtube.com/watch?v=nDVyysCj2eE vom Dresdner Kreuzchor vorsingen lassen!            

 

Gebet

Gott. Da bin ich. Allein. Und doch nicht allein: Du bist hier.
Andere beten auch zu dir. Genau jetzt. Das verbindet uns. Miteinander. Und mit Dir.
Du bist eben nicht an bestimmte Orte gebunden. Du bist da, wo ich bin.

Ich leg Dir heute Morgen alles hin, was ist. Und es ist so viel.

Ich bitte Dich, Gott:
Behüte, was wir lieb haben. Das Leben. Und unsere Lieben.
Amen

Text und Auslegung: 1.Könige 17, 1-16
Elia ist der „Macher“ unter den Propheten!
Wo bei den anderen das Wort im Vordergrund steht, handelt er.
Das kann man im 1.Buch der Könige schön nachlesen.
Er kommt aus Tischbe im Ostjordanland und wirkt im 9.Jahrhundert v.Chr. im Nordreich mit der damaligen Hauptstadt Samaria. Dort regiert der König Ahab – und tut, was Gott missfällt: er dient dem Gott Baal von Tyrus.
Deshalb kündigt Elia ihm eine lange Dürre an, die nur Gott selbst beenden wird.
Elia wird von Gott dann zuerst an den Bach Kerith geschickt, wo ihn Raben versorgen.
Als der Bach versiegt, wird er nach Zarpat (anders: Sarepta) zu einer Witwe geschickt, die ihn versorgen soll.
Die bereitet gerade für sich und ihren Sohn eine letzte Mahlzeit vor, weil sie dann an Hunger sterben werden.
Elia bittet sie zuerst um Wasser und dann um einen Bissen Brot für sich.
Er verheißt ihr:
Der Mehlkrug wird nicht leer werden, und die Ölkanne wird nicht versiegen.
Die Witwe lässt sich darauf ein und nimmt ihn schließlich in ihr Haus auf.
Und tatsächlich:
Der Mehlkrug wurde nicht leer und die Ölkanne versiegte nicht!
Die Geschichte ist geprägt von Vertrauen.
Sowohl Elia lässt sich schicken – von Gott zum König, dann anschließend zum Bach Kerith und weiter zur Witwe nach Zarpat.
Anschließend wird er von Gott noch weiter geschickt.
Aber auch die Witwe lässt sich schicken. Sie holt Elia einen Krug Wasser – und backt ihm auch noch – vor ihrem Sohn - das Brot, das er erbittet.
Vielleicht lässt sie sich vom Wort des Propheten ansprechen:
„Fürchte dich nicht!“
Das kommt uns aus dem Neuen Testament bekannt vor.
Das sagt der Engel den Hirten, die genauso überrascht sind vom Eingreifen Gottes in ihr Leben  wie diese Witwe, die nur noch den Tod vor Augen hat.
Wenn Gott zu uns heute spricht: „Fürchte dich nicht!“
Lassen wir uns genauso bewegen wie diese Witwe?

Lied: Evangelisches Gesangbuch 362, 1-3, Ein feste Burg ist unser Gott.

Sie können sich das Lied unter https://www.youtube.com/watch?v=E969xwHA91E vom Thomanerchor vorsingen lassen 

 

Gebet und Vaterunser (Michaeliskloster Hildesheim – ergänzt von Pastor Geiken)

Gott,
du Lebens-Mittel:

Mittel zum Leben.
Mitten imLeben.
Mitte meines Lebens.

Gib, dass du mein Lebensmittel bleibst,
das mich kräftigt und stärkt,
das Fade schmackhaft werden lässt,
mich nährt, erhält
und hungrig macht
auf dein Mehr an Leben.

Gott
du Lebens-Mittel:

Stärke alle, die Kraft brauchen:

Die Feuerwehrleute und Rettungskräfte, die Polizei und die Verantwortlichen in den Katastrophen-Gebieten unseres Landes.

Die Krankenschwestern und Pfleger auf den Intensivstationen und die Forscher und Forscherinnen in den Laboren im Kampf gegen das Corona-Virus.

Die Protestierenden in Weißrussland, Hongkong, Myanmar und überall auf dieser Welt, die sich engagieren für Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit der Menschen.

Gott,
du Lebens-Mittel:
Stärke und leite uns!

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen

Der Gott allen Trostes und aller Verheißung, segne und behüte uns.

Er begleite uns mit seiner unerschöpflichen Liebe.

Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Seine Güte schafft neues Leben.

Gott wende sein Angesicht uns zu und schenke uns Heil.

Schutz und Schirm vor allem Bösen.

Stärke und Hilfe zu allem Guten.

Amen                                                                                               

 

Die Kollekte ist bestimmt für besondere gesamtkirchliche Aufgaben.

Dazu die Kollekten-Empfehlung: Mit Ihrer Kollekte unterstützen Sie eine Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), junge Erwachsene (ca. 18-35-Jährige) in ihrem christlichen Glauben zu begleiten und
ihnen innovative Räume des Glaubens zu öffnen. Unter anderem soll die Integration junger Geflüchteter und Migranten durch
Bildungsangebote unterstützt werden.

Der Eintritt in die Berufsausbildung, ins Studium sowie ins Berufsleben ist eine Herausforderung, bietet aber auch Chancen
für das persönliche Glaubensleben junger Erwachsener. Die
Kollekten sollen konkret für neue digitale Formate von Spiritualität, Seelsorge und Reflexion des eigenen Glaubens, für
die Unterstützung junger Familien und für die Öffnung kirchlicher Räume für Berufseinsteiger verwendet werden.

Mit Seminaren der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)
sollen junge Geflüchtete und Migranten für gesellschaftspolitische Debatten und ihre historischen Hintergründe sensibilisiert
werden. Damit bietet sich die Chance, aktuellen Formen von
Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit gemeinsam entgegenzuwirken.   (Pastor Thomas Fender – Leiter der Diakonie der Evangelisch-reformierten Kirche)

Die Konten unserer Kirchengemeinden lauten:

Holzerode-IBAN: DE53 5209 0000 0048 6733 09

Spanbeck – IBAN: DE30 5209 0000 0048 5807 00

Billingshausen – IBAN: DE91 5209 0000 0048 6180 14

Allen Geberinnen und Gebern: vielen Dank!

 

Ein Hinweis zum Schluss:
Im Gottesdienst am Küchentisch vom 18. April war das Lied
Nada te turbe der Communität Taize abgedruckt.
Dazu die deutsche Übersetzung von Herrn Bertram Kottmann aus Bretzfeld, die meiner Meinung nach die schönste Übersetzung des Textes der Mystikerin Theresa von Avila ist. Leider hatte ich vergessen, den Übersetzer anzugeben, was ich hiermit gerne nachhole.